Aus Unikat Personal Training wird Unikat Training, Therapie und Ernährung

Aber nicht sofort, denn das will gut gelernt sein, dafür werde ich mir drei Jahre Zeit nehmen.

In dieser Zeit werde ich mich zum Heilpraktiker und Chiropraktiker ausbilden lassen, um dann ab 2026 Chiropraktik anbieten zu können. Warum? Das ist relativ einfach. Bereits seit 2006 hat es mich immer gestört, dass ich Kunden, die eine Problematik haben, zum Therapeuten schicken muss. Gerade in den letzten Jahren habe ich auch vermehrt Kunden nach Verletzungen bei einer Art Reha betreut. Hinzu kommen “normale” Kunden mit Problemen z.B. im Rücken. Das funktioniert im Training gut und oft kann ich helfen. Aber natürlich können dabei auch mal hartnäckige Probleme z.B. in Gelenken auftreten, diese darf und kann ich dann nicht behandeln. Das wird sich ändern und wenn alles nach Plan läuft, kann ich ab 2026 alles rund um das Thema Training, Chiropraktik und Ernährung anbieten.  Die Ausbildungen sind bereits gebucht und starten zeitnah,  ab 2024 fange ich an leichte Problematiken, die ich behandeln darf und kann, zu lösen. 

Vorhofflimmern erkennen

Herzrhytmusstörungen sind weit verbreitet. Fast jeder hat mal in seinem leben welche, oft ohne es zu merken. Ob sie harmlos, gefährlich oder gar lebensbedrohlich sind, kann aber nur ein Arzt (i.r.R. Kardiologe) abschließend beurteilen.

Das Problem? Viele haben keinen Beschwerden, die Störungen werden nur durch Zufall entdeckt. Oft ist es zu dem Zeitpunkt schon sehr spät und ein Schlaganfall bereits passiert. Erst der Schlaganfall führt den Patienten zum Arzt.

Was kann ich selbst tun? Die Ursachen für die Störung sind Dinge wie Bluthochdruck, Übergewicht, koronare Herzkrankheit und Herzschwäche. Diese müssen natürlich behandelt bzw. vermieden werden. Zudem kann man selbst den Puls messen. Ablauf: 5 Minuten ganz ruhig sitzen. Zeige- und Mittelfinger auf der Innenseite des Handgelenks auf die Unterarmarterie legen. 30 Sekunden messen und dann verdoppeln. Der Puls/Minute sollte bei knapp 60-90 Schlägen liegen, ist das so, liegt i.d.R. zu dem Zeitpunkt kein Vorhofflimmern vor. Liegt der Puls bei 110-200 Schlägen/Minute sollte das ein ersten Alarmzeichen sein. Kommen dazu noch Symptome wie Schwächegefühl, schnelle Erschöpfung, Brustenge, Benommenheit und Schwindel, sofort zum Arzt!

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse steuert über ihre Hormone Dinge wie Temperaturempfinden, Stoffwechsel und Herzschlag und ist damit für unser Wohlbefinden entscheidend. Man hört viel darüber, folgendes ist entscheidend.

Das Spurenelement Jod ist wesentlicher Bestandteil der beiden Schilddrüsenhormone Levothyroxin und Trijodthyronin. Gute Jodquellen sind Schellfisch, Seelachs, Kabeljau und Eigelb. Die meisten essen davon zu wenig, um den Tagesbedarf zu decken. Deshalb macht es Sinn etwa 6 Gramm jodiertes Speisesalz täglich zuzuführen, das ist etwa ein gestrichener Teelöffel.

Jod scheint wohl wichtiger zu sein, aber auch das Spurenelement Selen scheint hilfreich zu sein, vor allem in Verbindung mit Hashimoto-Thyreoiditis, was Frauen häufiger haben. Gute Quellen sind Steinpilze, Paranüsse, Rinderniere und Thunfisch.

Eine Schwangerschaft erhöht den Jodbedarf, speziell für die Gehirnentwicklung des ungeborenen ist es entscheidend. Zudem haben, siehe oben, häufiger Frauen Hashimoto. Hier kann es Sinn machen Jod zusätzlich in Tablettenform zu geben, das ist natürlich mit dem Frauenarzt abzustimmen.

Wer Schilddrüsentabletten nimmt, sollte auf Wechselwirkungen achten. Dinge wie Milch, Kaffee, Grapefruit, Papaya, Soja, Kalziumpräparate und Vitamin C können den Wirkspiegel beeinflussen.

Fazit: Achte auf eine ausreichende Jodzufuhr. Speziell Frauen mit Hashimoto sollten darauf achten. Noch wichtiger wird das, wenn Hashimoto und eine Schwangerschaft zusammen kommen.

 

Stundenlanges Dehnen nicht notwendig, wenn richtiges Krafttraining….

Dehnen ist nicht schlecht, je nach Person und Art des Dehnens bringt es auch was. Teilweise sind die Effekte eher subjektiv als objektiv, aber wenn es der Person hilft, ist es gut. Teilweise wird aber empfohlen, sehr lange und ausgiebig zu dehnen. Wenn jemand Zeit hat und parallel trotzdem genug trainieren kann, ist das okay. Die Realität sieht aber oft anders aus. Die meisten meiner Kunden schaffen es, sich 2-3h/Woche für Sport zu nehmen. Die Hälfte davon zu dehnen und dann nur 1-1,5h für Kraft- und Konditionstraining zu haben ist nicht ideal, denn es geht auch einfacher, mit einem Krafttraining über die volle Bewegungsamplitude mit einer Betonung der exzentrischen Phase. 

Was ist eine volle Bewegungsamplitude?Beispiel Klimmzug: Unten aushängen und oben bis die vorderen Schultern die Stange berühren. Das lässt sich auf auf alle Übungen übertragen.

Was bedeutet Betonung der exzentrischen Phase? Ein Krafttraining hat vier Phasen. Ablassen, mögliche Pause danach, Überwinden und mögliche Pause danach. Ein mögliches Tempo wäre also 4020. 4 Sekunden ablassen, keine Pause danach, 2 Sekunden überwinden und keine pause danach. Die erste Phase (Exzentrik) ist hier betont. In der Exzentrik wird der Muskel (sehr vereinfacht “gesagt”) gekräftigt und gedehnt. Mit einer zeitlichen Betonung dieser Phase über eine volle Bewegungsamplitude sorgt man bei den allermeisten Menschen für eine Verbesserung der Mobilität/Beweglichkeit. Zudem ist diese Phase auch noch entscheidend für den Muskelaufbau, man schlägt also quasi zwei Fliegen mit einer Klappe, denn die meisten möchten auch Muskeln aufbauen.

Der Großteil aller Menschen kommt durch diese Art des Krafttrainings in Gelenkwinkel, die sie überhaupt nicht mehr kennen, das mit Ladung (Gewicht), logisch, dass sie dadurch mobiler bzw. beweglicher werden. Speziell im Bereich des Sprunggelenkes ist diese Herangehensweise oft die einzige Möglichkeit, dort eignen sich solche Übungen hervorragend. Wir nutzen hier eine Kraftübung und haben gleichzeitig eine beladene Dehnung (Loaded Stretch) die besten Beispiele sind hier der Split Squat und Wadenheben stehend.

Fazit: Trainiere exzentrisch betont über die volle Bewegungsamplitude, das ersetzt in den allermeisten Fällen lange Dehnphasen. In der Praxis ergänze ich das mit Akupressur vor dem Training, das ermöglicht noch bessere Ergebnisse.

Warum das Tragen von falschen Schuhen die Füße kaputt macht und danach auch das Training verschlechtert!

Eigentlich ist unser Fuß ganz vorne am breitesten. Durch das Tragen von zu schmalen Schuhen (Ca. 90% sind zu schmal für den Fuß des Trägers), werden die Zehen “erzogen” näher beieinander zu sein. Zudem sinkt bei den meisten das Fußgewölbe ab. Unser Fuß ist die Basis für Stabilität, ein zu schmaler Fuß gepaart mit einem abgesenkten Fußgewölbe, sorgen dafür, dass der Fuß tendenziell überproniert, er kippt nach innen (die Großzehe stützt innen nicht an der richtigen Stelle ab). Passiert das, hat das natürlich auch Folgen für die darüber liegenden Gelenke, davon gibt es logischerweise einige. Z.B. neigt das Knie dadurch dazu bei Belastung nach innen zu kippen, was für gewisse Strukturen wie das Innenband und den Außenmeniskus sicher dauerhaft nicht gut ist. Besonders wer im Training hohe Belastungen wie z.B. Kniebeugen, Joggen oder gar Fußballspielen plant, sollte daher auch die Füße im Blick haben.

Warum Personal Trainer sich immer fortbilden sollten!

2006 habe ich angefangen als Trainer zu arbeiten. Angefangen habe ich mit einer klassischen Trainer-B-Lizenz, gefolgt von Bachelor- und Masterstudium, zudem parallel viele Seminare zu den Themen Training, Ernährung, Reha. Das war von 2006-2012, zudem habe ich in der Zeit knapp 80 Fachbücher gelesen. An dem Punkt dachte ich, das ist ausreichend und habe mich zunächst darauf konzentriert, viel zu arbeiten, um Erfahrung zu sammeln.

Das war von 2012-2018 und hat gut funktioniert, parallel dazu habe ich auch gelesen und mich auf Seminaren weitergebildet, aber deutlich weniger als davor. Die Ergebnisse mit Kunden waren immer gut, aber einige Male kam ich nicht weiter. Es war klar, dass ich wieder mehr im Bereich Fortbildung tun muss. Gesucht gefunden, mir war schnell klar was ich machen muss, seit 2018 habe ich 22 Fortbildungen (40 Fortbildungstage) in den Bereichen Training, Ernährung und Reha gemacht. Seitdem sind die Ergebnisse meiner Kunden noch besser, weil ich besser beraten kann.

Fazit: Ein Trainer muss sich immer weiterbilden, denn:

  1. Die Welt dreht sich weiter, 2023 gibt es andere, teilweise bessere Erkenntnisse als 2006.
  2. Der menschliche Körper ist sehr komplex und damit auch die Themen Training, Ernährung und Reha. Eine Lernphase von 2006-2012 reicht nicht aus um alles zu verstehen.

Denn: Die besten Trainer sind die, die theoretisches Wissen mit Praxiserfahrung vereinen!

 

Sportspezifisches Training, oft ein großes Missverständnis

Man hört oft davon und viele Trainer und Sportler setzen es falsch um bzw. der Trainer verschwendet die Zeit des Sportlers. Dinge wie Rotationen am Kabelzug für Tennis und Golf oder Schussübungen am Kabelzug für Fußballer oder Eishockeyspieler sieht man noch immer recht häufig. Auf den ersten Blick klingt das logisch, argumentiert wird es oft damit, dass damit die Kraft und Beschleunigung verbessert wird. Auf den zweiten Blick muss aber klar werden, dass das kompletter Unsinn ist, denn die technische Ausführung ist so weit weg vom Sport, dass der Übertrag gar nicht stattfinden kann. Der Grund für die falsche Umsetzung ist ein großes Missverständnis. Sportartspezifisches Training soll nicht den Sport im Kraftraum simulieren, sondern muss das trainieren, was der Sport nicht trainiert. Allen voran muss es das Ziel sein, ein muskuläres Gleichgewicht (Mobilität und Stabilität) zu schaffen, denn die meisten Sportarten führen genau zum Gegenteil. Ein muskuläres Gleichgewicht reduziert die Verletzungsanfälligkeit. Zudem ist es eine sehr gute Grundlage, um dann Dinge wie Maximalkraft und Explosivkraft zu steigern. Das wiederum lässt sich dann leicht auf den Sport übertragen und verbessert die Leistung, denn das ist ja die eigentliche Absicht. Für die meisten Sportarten eignet sich als sportspezifisches Training Krafttraining. Warum? Nur Krafttraining ist strukturiert, spezifisch, zielführend, progressiv und trotzdem dauerhaft sicher.

Cortisol, in maßen gut, wenn permanent zu hoch sehr schlecht

Cortisol wird in der Nebenniere produziert und hat eher einen schlechten Ruf. Teilweise zu unrecht, denn Cortisol bringt uns Antrieb und kann sogar kurzfristig bei einer Reduktion des Körperfetts helfen. Ganz ohne Cortisol wären wir sehr antriebslos, wir brauchen es also. Das Problem ist, dass die meisten Menschen heutzutage aber zu viel davon produzieren (Stress, Ärger, Schlafmangel, zu unregelmäßige Mahlzeiten). Das kann langfristig zu einer zu geringen Produktion führen, was wieder zu wenig Antrieb führen kann. Darauf soll hier aber nicht näher eingegangen werden, anderes Thema. Ein permanent zu hoher Cortisolspiegel kann aber auch schon mittelfristig zu Problemen führen, denn Cortisol senkt:                 Testosteron, Die Insulinsensibilität, Wachstumshormon, T3 (Schilddrüse) und die Immunfunktion

Fazit: Wir brauchen Cortisol, aber produzieren wir mittel- oder langfristig zu viel, sind Probleme vorprogrammiert. Stress und Ärger zu vermeiden ist meistens Illusion, die Kunst ist damit besser umzugehen. Vermeide zudem Schlafmangel und esse regelmäßig und gesund, dann ist weder zu wenig noch zu viel Cortisol da.

Die Rotatorenmanschette und welche Anteile sollte man trainieren

Die Rotatorenmanschette besteht aus den muskulären Anteilen und Sehnen des M. subscapularis, M. supraspinatus, M. infraspinatus sowie des M. teres minor.

Ihre Funktion liegt in der Stabilisierung des Schultergelenks sowie in der Bewegung des Humerus in verschiedene Richtungen. Grob gesagt haben die vier Anteile diese Aufgaben:

Subscapularis: Innenrotation 

Supraspinatus: Abduktion

Infraspinatus: Außenrotation

Teres Minor: Außenrotation

Was sollte man trainieren?

Liest man ganz oben, ist schon logisch, dass beim freien-Krafttraining, abhängig von der Übung,  permanent ein-vier Teile mitarbeiten. Welche und wie viele davon, hängt natürlich von der Übung ab. Trotzdem liest man immer wieder, dass die Rotatorenmanschette oft und viel trainiert werden muss. Trainiert man nur an Maschinen, könnte man zustimmen, trainiert man frei (Langhantel,Kurzhantel, Kabelzug), gilt das darüber geschriebene, es wird mittrainiert. Versteht man die Anatomie, ist zudem klar, dass der Brustmuskel und der Latissimus als Innenrotation im Schultergelenk agieren und somit die Innenrotation oft schon dominant ist, was nicht immer zur guten Haltung und Verletzungsprävention beiträgt.

Deshalb: Trainiere, wenn überhaupt, nur die Außenrotatoren separat, dadurch gleichst Du eine Dominanz der Innenrotatoren aus. 

Tennis- und Golferellenbogen

Viele Menschen haben eines dieser Probleme, obwohl sie nicht Tennis oder Golf spielen. 

Die Begriffe werden umgangssprachlich so benutzt, weil bei diesen Personengruppen damals diese Verletzungen mal angefangen haben bzw. man bemerkte da ein vermehrtes Vorkommen und betitelte es deshalb danach. Da ist schon länger her, damals gab es noch keine PCs, heute schon, das erklärt u.A. die Vielzahl der betroffenen.

Was ist es?

Der Tennisellenbogen ist eine Reizung an der Außenseite des Unterarm, also an der Speiche. Der Golferellenbogen ist eine Reizung an der Innenseite des Unterarmes, also der Elle. 

Wie kommt es zustande?

Tatsächlich kann es von einer falschen Technik beim Tennis oder Golf kommen, es haben aber sehr viele Menschen, also muss es weitere Ursachen geben. Es kann eine Überlastung durch ungewohnt schweres Heben sein, aber auch das ist eher selten der Grund. Die meisten Menschen, die es haben, die Tennis-Variante ist häufiger, arbeiten nicht körperlich, sondern an Schreibtisch und PC. 

Die logische Schlussfolgerung?

Es kommt in Folge von Mausarbeit in Kombination mit einer schlechten Haltung beim Sitzen.

Natürlich kann auch die Halswirbelsäule eine Rolle spielen, denn von dort kommt die Innervierung für die Arme. Ist das der Fall, kann eine Lösung evtl. komplizierter sein und ein Arzt und/oder Therapeut ist hinzuzuziehen.

Die Lösung für die meisten Fälle?

Kommt es von schwerer Belastung ist anfangs sicher Schonung hilfreich bzw, das wird automatisch passieren, da selbst greifen schmerzhaft ist. Kommt es von der Mausarbeit, sollte das Pensum reduziert werden und sicher auch die Haltung optimiert werden.

Das alleine reicht meist nicht aus, oft hilft eine zusätzliche Kräftigung der Unterarmstrecker und eine Lockerung/Dehnung der Unterarmbeuger.