Perfekt ist der Feind von gut!

Wenn Menschen einen Personal Trainer aufsuchen, haben Sie oft schon andere Dinge ohne Erfolg versucht. Zudem sind sie oft sehr motiviert und wollen durch professionelle Beratung schnell Ihre Ziele erreichen, indem sie alles perfekt machen. Ist die Beratung kompetent, könnte das kurzfristig gut funktionieren, jedoch ist die Kunst eher Dinge langfristig umzusetzen. Die meisten können den „perfekten Plan“ nicht langfristig umsetzen. Gibt es dann kleine Abweichungen, resignieren viele und fallen in Alte Muster zurück. Quasi, es muss perfekt laufen, sonst macht es keinen Sinn. Die erreichten Erfolge sind dann schnell wieder weg, was keinem etwas bringt. Viel besser und langfristig erfolgreicher ist es, von Anfang an davon auszugehen, dass es nicht immer perfekt laufen wird. Jeder ist mal krank (kein Training), schläft schlecht und ernährt sich nicht ideal (z.B. eingeladen). Das gute daran ist, dass es eigentlich immer reicht sich in Sachen Training, Schlaf und Ernährung zu 80% an die Vorgaben zu halten. Die Einhaltung zu 80% einzuplanen und das durchzuziehen ist viel besser als 100% Einhaltung einzuplanen und dann bei der kleinsten Abweichung zu resignieren!

Leistungsfähigkeit=Fitness minus (Rest)-Ermüdung

Gerade läuft im Fußball die Vorbereitung auf die neue Saison. Klar ist, wer zu wenig trainiert, wird nicht fit. Vielen nicht klar ist aber, dass Ermüdung Fitness maskiert und somit die Leistungsfähigkeit senkt. Kurzzeitig kann man ein Übertraining machen, langfristig führt es zu Verletzungen und zudem zu wenig Leistungsfähigkeit wegen der hohen Rest-Ermüdung am Spieltag. Folgendes führt dazu:

Zu hartes Training

Zu viel Training (Vor allem Volumen)

Zu nah am Wettkampf trainiert

Hormonelle Verschiebungen durch Übertraining

Schlechte Biochemie im Gehirn

Entzündungen im Darm

Schlafprobleme

Das alles kann mit intelligenter Trainingsplanung vermieden werden. Quasi weniger Aufwand und trotzdem mehr Leistungsfähigkeit am Spieltag.

Reverse Dieting

Wie im letzten Beitrag beschrieben, versuchen viele durch wenig essen abzunehmen. Das gelingt kurzfristig, langfristig kommt aber der Punkt, an dem wieder mehr gegessen wird. Der Stoffwechsel wurde kaputt gehungert, das zusätzliche Essen führt zur Körperfettzunahme, vereinfacht kennen das die meisten als Jo-Jo-Effekt. Was also tun, wenn man bereits sehr wenig isst und realisiert, dass das keine Lösung ist?

Wieder essen wie vor der Diät bedeutet, dass dieselben Kalorien wie früher auf einen schlechteren Stoffwechsel treffen, das Körperfett wird schnell und stark steigen. Die Lösung ist Reverse Dieting. Kalorienzufuhr langsam erhöhen, dadurch steigt der Stoffwechsel mit an und das Körperfett steigt nur langsam und moderat. Am Ende hat man zwar nichts gewonnen, aber der Jo-Jo-Effekt wird vermieden. Danach kann man mit einer vernünftigen Planung neu starten und langfristig erfolgreich Körperfett reduzieren.

Wenig Essen ist nie die Lösung!

 

Viele, die abnehmen wollen, essen einfach weniger, das funktioniert zumindest kurzfristig, langfristig meist nicht. Auch viele essen aber sehr wenig, auch das funktioniert kurzfristig, langfristig ist das aber sehr schlecht. Die erste Frage ist was man abnimmt (Muskel?, Fett?, Wasser?). Meist ist es viel Muskel und viel Wasser. Irgendwann isst man dann wieder mehr und der Jo-Jo-Effekt kommt. Logisch, aktive Muskelmasse ist weniger da (Weniger Verbrauch) und der Körper befindet sich im Alarmzustand und lagert Fett ein. Warum?

Wir sind wie vor 1 Mio Jahre, wenig essen bedeutet, dass eine Hungersnot kommt, der Körper lagert alles als Reserve ein und zwar im Unterhautfettgewebe. Was ich konstant sehe sind Menschen, die wenig essen und wenig trainieren. Das Ergebnis: Wenig Muskelmasse und viel Körperfett. Auch häufig sehe ich Menschen, die viel Essen und viel trainieren. Das Ergebnis: Viel Muskelmasse und wenig Körperfett. Das Ziel für die meisten ist es aber nicht viel zu trainieren, keine Lust und/oder keine Zeit. Daher ist das logische Ziel für die meisten etwas zu trainieren und ordentliche Mengen zu essen und dabei Körperfett zu verlieren. Das funktioniert hervorragend wenn man zum richtigen Zeitpunk das richtige isst.

Fazit: Egal wie das Ziel lautet, wenig Essen ist nie langfristig zielführend und zudem ungesund!

5 Tipps für Muskelaufbau und Fettabbau

Die Ziele sind sehr oft Muskelaufbau und Fettabbau, hier die 5 wichtigsten und einfachen  Tipps.                                                                                                                Trinke genug Wasser!Was genug ist hängt von vielem wie z.B. Aktivität und Gewicht ab. Fakt ist, der Körper besteht zu ca. 70% aus Wasser, füllst Du zu wenig nach, schlecht…..                                                                                                              Esse genug Eiweiß, Fett, Vitamine und Mineralstoffe! Die vier sind für beide Ziele die wichtigsten.                                                                                                                  Mache Krafttraining! Klingt logisch, denn ohne das kein Muskelaufbau. Muskel ist zudem „aktives“ Gewebe, das hilft auch bei Fettabbau.                      Mache Intervalltraining! Ausdauertraining verbrennt zu wenig Energie. Intervalltraining und die korrekte Ernährung lassen das Körperfett schmelzen.                                                                                                                                      Guter Schlaf ist für beides der Schlüssel, optimiere Deinen Schlaf.

 

Sind Diäten und fasten langfristig sinnvoll?

Ein sehr komplexes Thema, das ganze Bücher füllen kann, das soll hier aber in aller Kürze erklärt werden, deshalb besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Der Sommer kommt bzw. er ist da, es kommen immer die selben Fragen, nachfolgend die wichtigsten Antworten.

Kann man mit einer Diät und/oder fasten kurzfristig abnehmen? Klar, immer, aber entscheidend ist ob ich primär Wasser, Muskulatur oder wirklich Körperfett verliere, letzteres ist meist das Ziel. Was ich verliere hängt primär von der Art des Fastens oder der Diät ab. Wichtig sind hier die gewählten Lebensmittel, die Lebensmittelqualität und das Mahlzeitentiming (wann esse ich was).

Funktioniert das auch langfristig? Meist nicht, weil zu restriktiv (nicht essen was schmeckt), zu wenig essen und nicht in den Alltag integrierbar (zu kompliziert). Zudem gibt es weitere Nachteile z.B. beim Fasten. Zunächst die kurzfristigen Vorteile: Autophagie (Körpereigene Zellreinigung) und verbessertes Blutzuckemanagement. Langfristig in den meisten Fällen aber schlecht für die hormonelle Balance, vor allem Cortisol und Schildrüsenhormone (T4 zu T3).

Was also tun? Am besten die Ernährung so umstellen, dass es langfristig funktioniert. Dazu gehören: Satt essen, Gute Lebensmittelqualität, Essen was der Körper benötigt (Eiweiß, Fette, Vitamine und Mineralstoffe) und meist essen was schmeckt. Zudem so essen, dass die bereits vorhandenen körpereigenen Hormone beim Körperfettverlust helfen. Guter Schlaf und vernünftiges Training helfen natürlich enorm.

 

 

Vitamin D ist wichtig, aber es gibt einiges zu beachten

Vitamin D trägt zur Knochenstabilität und zum Zahnerhalt bei. Außerdem ist es wichtig für das Immunsystem. Also ist es sehr wichtig, darüber gibt es zum Großteil Einigkeit.

Aber wie schaffen wir es genug zu bekommen bzw. zu bilden? Die meisten Europäer haben zu wenig, die Sonnenzeit über das Jahr gesehen ist im Schnitt zu gering. Vor allem zwischen Oktober und April ist es schwer genug zu haben, wenig Sonne und Haut bedeckt. Da kann eine Supplementierung durchaus Sinn machen. Ein kompetenter Berater kann hier sicher helfen, denn Vitamin-D ist fettlöslich, zu viel kann hier in Theorie auch schlecht sein.

Viele Fragen sich, „muss ich auch zwischen April und Oktober supplementieren? Zunächst kommt es natürlich darauf an, mit welchem Level man aus dem Winter kommt, das kann man messen lassen. Es wird dann warm, die Sonne scheint mehr und man hat tendentiell weniger an. Die meisten denken, dass Ihr Vitamin-D-Level automatisch steigt und in Theorie ist das auch so. Aber, es gibt auch einige Irrtümer bzw. Fehler, diese sollen hier in aller Kürze erklärt werden.

Für die Eigensynthese entscheidend ist die UVB-Strahlung. Diese wird durch Glas aber nahezu komplett absorbiert, es reicht also nicht wenn Du Sonne durch die Auto- und/oder Büroscheibe bekommst. Zwar bekommst Du dann keinen Sonnenbrand, aber halt auch wenig Vitamin-D.

Das Nachfolgende ist absolut kein Aufruf Sonnenschutzcremes zu meiden, man sollte aber gut drauf achten was man nutzt und wann es notwendig ist. Denn ein guter UVA-Filter ist wichtig um die Haut zu schützen, Stichwort Hautkrebs. Vereinfacht gesagt könnte man also festhalten, dass der UVA-Filter in Sonnencremes wichtiger ist als der UVB-Filter. Aber, der UVB-Filter schütz vor Sonnenbrand, was natürlich für Kinder und Menschen mit heller Haut enorm wichtig, denn ein Sonnenbrand ist enorm schädlich und eine großflächige Entzündung.

Die Lösung für genug Vitamin D mit wenig Risiko?

Schatten, simpel aber effektiv, denn auch dort gibt es starke UVB-Strahlen, aber weniger stark man bekommt nicht direkt einen Sonnenbrand. Bedenke aber, wer den ganzen Tag im Schatten ist, kann trotzdem Sonnenbrand bekommen. Dann oder wenn ich doch in die Sonne „muss“, sind die Filter wichtig. Achte dann auf „gesunde“ Produkte, denn es gibt gute und weniger gute Substanzen, die die Filter produzieren.

Nimm Kalium nach dem Krafttraining!

Kalium ist ein Elektrolyt. Das sind Mineralstoffe, die bei Auflösung in Körperflüssigkeiten wie dem Blut eine elektrische Ladung tragen. Das meiste Kalium im Körper befindet sich innerhalb der Zellen. Kalium ist wichtig für die normale Funktion von Zellen, Nerven und Muskeln. Kalium ist alkalisch, es entspannt und es ist gut für das zelluläre Verhältnis, da es Wasser intrazellulär speichert. Zudem wird Kalium benötigt, um Kohlenhydrate im Muskel in Form von Muskelglykogen einzulagern. Vereinfacht „gesagt“ hilft es also bei der Regeneration und beim Muskelaufbau.

Die Schilddrüse

Die Schilddrüse steuert über ihre Hormone Dinge wie Temperaturempfinden, Stoffwechsel und Herzschlag und ist damit für unser Wohlbefinden entscheidend. Man hört viel darüber, folgendes ist entscheidend.

Das Spurenelement Jod ist wesentlicher Bestandteil der beiden Schilddrüsenhormone Levothyroxin und Trijodthyronin. Gute Jodquellen sind Schellfisch, Seelachs, Kabeljau und Eigelb. Die meisten essen davon zu wenig, um den Tagesbedarf zu decken. Deshalb macht es Sinn etwa 6 Gramm jodiertes Speisesalz täglich zuzuführen, das ist etwa ein gestrichener Teelöffel.

Jod scheint wohl wichtiger zu sein, aber auch das Spurenelement Selen scheint hilfreich zu sein, vor allem in Verbindung mit Hashimoto-Thyreoiditis, was Frauen häufiger haben. Gute Quellen sind Steinpilze, Paranüsse, Rinderniere und Thunfisch.

Eine Schwangerschaft erhöht den Jodbedarf, speziell für die Gehirnentwicklung des ungeborenen ist es entscheidend. Zudem haben, siehe oben, häufiger Frauen Hashimoto. Hier kann es Sinn machen Jod zusätzlich in Tablettenform zu geben, das ist natürlich mit dem Frauenarzt abzustimmen.

Wer Schilddrüsentabletten nimmt, sollte auf Wechselwirkungen achten. Dinge wie Milch, Kaffee, Grapefruit, Papaya, Soja, Kalziumpräparate und Vitamin C können den Wirkspiegel beeinflussen.

Fazit: Achte auf eine ausreichende Jodzufuhr. Speziell Frauen mit Hashimoto sollten darauf achten. Noch wichtiger wird das, wenn Hashimoto und eine Schwangerschaft zusammen kommen.

 

Vegane Desinformation!

Das Bild zeigt das Deckblatt einer Zeitschrift, die von einem Kaffee produziert und ausgegeben wird. Es gibt dort wirklich sehr guten Kaffee und alle Produkte werden auch, auf Wunsch, mit Kuhmilch ausgegeben.  Warum? Wahrscheinlich weil es den Leuten schmeckt und somit Umsatz bringt. Ich bin kein Fan von Kuhmilch und rate davon ab sie zu trinken, aber darum geht es nicht, wie der folgende Text zeigen wird. Aber zunächst zurück zum Bild. Was soll uns das sagen? Kuhmilch ist aus Sicht der Meere, des Landes, der Umwelt und des Energierverbrauches schlecht, Pflanzenmilch gut. Wer sich auskennt merkt sofort, dass das Blödsinn ist. Alles hier zu erklären sprengt den Rahmen, nur so viel:Aus Sicht der Meere, des Landes, der Umwelt und des Energierverbrauches ist Kuhmilch nicht Kuhmilch und Pflanzenmilch nicht Pflanzenmilch, es gibt große Unterschiede. Allein deshalb ist das Bild schon Schwachsinn. Generell ist es so, dass alle Quellenangaben in dem Heft eher unterirdisch bis nicht vorhanden sind, ich vermute ein motivierter Mitarbeiter mit veganer Überzeugung hat eifrig gegoogelt. Folgendes kam dabei raus.                         Pro vegan (nur die wichtigsten):

Tierhaltung:“Tierhaltung bedeutet körperliches und physisches Leiden für Milliarden fühlender und intelligenter Lebenwesen.“ „Verursacht Krankheiten und Verletzungen“. Hier ist es wie bei Kuhmilch und Pflanzenmilch, alle halten Ihre Tiere gleich, kompletter Unsinn.

Bezogen auf Klimawandel, Regenwaldzerstörung, Wasserknappheit, ausgelaugte Böden und Artensterben: „Verursacht mehr Klimagase als der gesamte Verkehrssektor, also alle Autos, Flugzeuge und Schiffe weltweit.“ Im Ernst, also das ist wirklich absurd.

Gerechtigkeit: „Pflanzen an Nutztiere zu verfüttern, trägt zum Welthunger bei“. „80% der Sojaernte werden an Nutztiere verfüttert, während gleichzeitig etwa 800 Milionen Menschen täglich an Unterernährung leiden oder Sterben.“ Quasi: Würden wir Soja den Menschen anstatt den Tieren geben, würde keiner mehr hungern oder gar an Mangelernährung sterben, also wirklich naiv. 

Gesundheit: „Ein hoher Konsum tierischer Produkte erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Diabetes, Übergewicht und Krebs.“ Auch hier sind wieder alle tierischen Produkte gleich ungesund und pflanzliche gleich gesund. Die message: Esst Pflanzen und ihr werdet nicht krank. 

Der Artikel ist lang, aber es wird nicht besser. Deshalb und weil es zu lang wird, lassen wir den Rest lieber.

Fazit: Hier und auch in anderen Medien wird versucht Meschen mit Vereinfachung und Desinformation ins vegane Lager zu ziehen. Produkte aus Massentierhaltung können ungesund sein, das ist klar. Allerdings ist auch nicht jede Pflanze gesund (Zucker, Getreide, Soja, diverse Öle usw.). Wichtig ist zu unterscheiden und das Beste aus beiden Welten (Tier und Pflanze) zu wählen. Die allermeisten fahren mit einer 50/50 Ernährung am besten, halb Tier, halb Pflanze.