Meide diese 4 Inhaltsstoffe in der Ernährung! Teil 1 von 4: Gluten

Gluten ist ein natürliches Eiweiß, das in Weizen, Roggen, Dinkel, Gerste, Grünkern, Hafer, Einkorn, Emmer, Kamut und Triticale vorkommt. Folglich ist es auch in allen Lebensmitteln vorhanden, die glutenhaltiges Getreide beinhalten. Somit ist es vor allem in handelsüblichen Teig- und Backwaren, wie zum Beispiel Nudeln, Brot, Gebäck und Kuchen, Fertiggerichte, Suppen und Soßen mit glutenhaltigen Bindemitteln vorhanden. Auch Frühstückscerealien wie Müsli bestehen fast immer aus glutenhaltigen Getreiden . Nicht zu vergessen Bier, welches zumindest nach dem deutschen Reinheitsgebot u.a. aus Gerste oder Weizen hergestellt wird.
Warum wird Gluten verwendet? Am Beispiel von Brot lässt sich das gute erklären. Nur mit glutenhaltigem Mehl können Brötchen oder Brotlaibe gebacken werden. Ohne das Gluten im Teig könnte man nur Fladenbrot backen, da die gewölbte Form ohne Gluten nicht stabil wäre. Problem ist, dass der Gehalt an Gluten im Mehl heutzutage, bedingt durch Zuchtmethoden des Getreides, die den Ertrag steigern und das Backen vereinfachen sollen, beim industriellen Brotbacken um ein vielfaches höher ist als vor 50 Jahren, unser Glutenkonsum steigt also stetig an.
Was ist das Problem mit Gluten? Gluten kann Zölliakie verursachen, eine Glutenunverträglichkeit, die in einer chronischen Entzündung der Schleimhaut des Dünndarms resultiert. Somit werden Nährstoffe schlechter aufgenommen und verbleiben größtenteils unverdaut im Darm. Dies wird sich dann mit Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfungen, Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und dem Gefühl von Müdigkeit und Schlappheit bemerkbar machen. Nur etwa 1% der deutschen hat eine diagnostizierte Zölliakie, der der Prozess der Diagnose aber oft langwierig ist, dürfte es eine beträchtliche Dunkelziffer geben. Die logische Frage lautet hier nun.
Wenn ich keine Zölliakie bzw. die Symptome davon nicht habe, ist Gluten dann gut für mich bzw. zumindest nicht schlecht? Gluten steht im Verdacht auch bei „glutenverträglichen“ Menschen das Leaky-Gut-Sydrom zu verursachen. Leaky-Gut bedeutet, dass die Schutzbarriere der Darmwand nicht intakt ist, (undichter Darm, durchlässiger Darm), dadurch gelangen unverdaute Nahrungsbestandteile, Bakterien, Toxine und Stoffwechselprodukte durch die geschädigte Darmschleimhaut in den Blutkreislauf. Somit begünstigt Gluten chronische Entzündungen im Körper und sorgt für eine Überschwemmung des Körpers mit Allergenen und Krankheitserregern. Das ist der Grund, warum Gluten mit so vielen Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht wird.
Was soll ich also essen? Wir kommen mit Gluten in Verbindung wenn wir Kohlehydrate essen, müssen also dort ansetzen. Es gibt genügend glutenfreie alternative Kohlenhydratquellen wie Quinoa, Amaranth, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Pastinaken, Kürbis oder Haferflocken und sogar glutenfreie Mehle, z.B. aus Buchweizenmehl (trotz des Begriffes „Weizen“ ist es glutenfrei), zum Backen.
Soll ich nun keine glutenhaltigen Lebensmittel mehr essen und auch kein Bier mehr trinken? Jeder Mensch ist unterschiedlich und die Verträglichkeit von Gluten ist sehr individuell. Ob du ein bestimmtes Nahrungsmittel verträgst, lässt sich am einfachsten durch eine einwöchige Elimination mit anschließendem eintägigem Verträglichkeitstest herausfinden. Achte darauf wie Du Dich nach dem Konsum fühlst. Fazit: Gluten muss individuell betrachtet werden, jedoch ist es nach heutigem Kenntnisstand sicher gut, den Konsum von Gluten auf ein Minimum zu reduzieren.

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Bild:Weizenfeld

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